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March 7, 2012

Auf zu neuen Ufern: Wegweisende Globetrotterinnen – Zehn starke Frauen, die die Welt bereisten und veränderten

(München, 07. März 2012) Die Geschichte ist gespickt mit starken Frauen und furchtlosen Abenteuerinnen, die mit ihrem Einsatz die Wahrnehmung des weiblichen Geschlechts nachhaltig verändert haben. Angetrieben von einer unbekannten Sehnsucht, Neugierde und einer großen Portion Abenteuerlust brachen sie zu neuen Ufern auf, entdeckten die Welt und schrieben nebenbei noch Geschichte. Pünktlich zum bevorstehenden Weltfrauentag am 8. März präsentiert Cheapflug.de eine Liste von zehn beeindruckenden Frauen, die mit viel Mut, Leidenschaft und Stärke die Welt bereist haben und damit nicht nur Einfluss auf die Geschehnisse ihrer Zeit genommen, sondern auch für die Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts gekämpft haben.

Harriet Martineau (1802-1876)
Bei ihrer großen, zweijährigen Reise in die USA war die Britin Harriet Martineau hauptsächlich bitter enttäuscht. Ihre negative Reiseerfahrung motivierte sie jedoch dazu, sich als allererste Soziologin gegen die Sklaverei stark zu machen, als diese in der Amerikanischen Gesellschaft noch debattiert wurde. Auch der Umgang mit Frauen in der so genannten freien Nation störte die Feministin, und sie verglich ihn sogar mit der Sklaverei. Als Martineau nach Großbritannien zurückkehrte, veröffentlichte sie das kritische Werk Society in America und inspirierte folgende Generationen von Feministinnen, Soziologinnen und Reisenden.

Mary Kingsley (1862-1900)
Mary Kingsley reiste jahrelang durch Westafrika, wo sie sich mit den eingeborenen Stämmen und ihren Bräuchen in Ländern wie Sierra Leone und Angola vertraut machte. Völlig unüblich für die Viktorianische Zeit reiste die Britin Kingsley ohne Begleitung durch diese gefährlichen Gebiete und sogar durch den tückischen Afrikanischen Dschungel. Sie entwickelte sich zur Kritikerin des Kolonialismus und der missionarischen Versuche, die Bräuche und Gewohnheiten der Afrikaner zu verändern. Dadurch veränderte sie die europäische Sichtweise auf Afrika und seine eingeborenen Stämme für immer.

Fanny Bullock Workman (1859-1925)
Fanny Bullock Workman unternahm ihre Abenteuer zwar gemeinsam mit ihrem Mann William Workman, nichtsdestotrotz sind ihre Vorstöße als erste Bezwingerin der Gipfel des Himalayas bemerkenswert. Nach ihrem siebten Trip in den Himalaya wurde sie zu einem Mitglied der Royal Geographical Society in London ernannt. Lange Zeit hielt die Amerikanerin den Höhenrekord für Bergsteigerinnen und war gleichermaßen eine engagierte Frauenrechtlerin, die Kolleginnen wie Bryn Mawr unterstützte und die Messlatte für Abenteurer aus aller Welt höher legte.

Gertrude Bell (1868-1926)
Gertrude Bell sprengte schon sehr früh alle gesellschaftlichen Grenzen und war die erste Frau mit einem Abschluss in Geschichte von der Eliteuniversität Oxford. Zu einer Zeit, als die meisten Frauen noch sehr jung heirateten und nicht wählen durften, machte sich die Britin direkt nach der Schule auf nach Persien, reiste ganz auf sich allein gestellt durch die Arabische Wüste und lebte dort jahrelang mit den örtlichen Stämmen. In mehr als 1000 Briefen, die sie nach Hause schickte, beschrieb sie, wie Persien und der Orient sie verzaubert hatten. Im Ersten Weltkrieg arbeite sie als Spionin in Kairo und dann als Diplomatin, um die Formation eines vereinten Irak unter der Führung von König Faisal zu unterstützen. Als die „Ungekrönte Königin des Irak“ starb, kamen Massen in Bagdad zusammen, um ihr Leben zu feiern.

Harriet Chalmers Adams (1875-1937)
Sie besuchte jedes Land in Südamerika, durchquerte die Anden sogar zu Pferd und folgte bei einer Expedition den Spuren von Columbus quer durch Haiti auf dem Pferderücken. Die Amerikanerin Harriet Chalmers Adams schrieb über ihre Reisen im National Geographic Magazine, begeisterte Zuhörer mit beeindruckenden Vorträgen und zählt noch heute zu den wichtigsten Entdeckerinnen der USA. Da zu ihrer Zeit die National Geographic Society noch keine Frauen als Vollmitglieder in ihren Kreisen erlaubte, gründete sie 1925 kurzerhand die Society of Woman Geographers, deren Vorsitz sie bis 1933 innehatte.

Amelia Earhart (1897-1937)
Sie ist ein Vorbild für viele Mädchen und Luftfahrt-Interessierte aus aller Welt; in ihrer Heimat Amerika ist sie ein gefeierter Superstar. Amelia Earhart war die erste Frau, die alleine über den Atlantik flog. Dabei war sie bei ihrer ersten Begegnung mit einem Flugzeug eher unbeeindruckt: „Es war ein Ding mit rostigen Drähten und Holz und es sah überhaupt nicht interessant aus.“ Erst als sie zum ersten Mal eine Flug-Show mitverfolgte, erkannte sie ihre Leidenschaft für die Fliegerei. Tragischerweise stürzte sie beim letzten Streckenabschnitt eines Fluges um die Welt über dem Pazifik ab.

Ella Maillart (1903-1997)
Sie war eine der herausragenden Abenteurerinnen des 20. Jahrhunderts. Auch wenn sich die Schweizerin zunächst für den Wassersport begeisterte, schlug ihre Leidenschaft für das Segeln und damit verbundene Reisen nach Korsika und den Mittelmeerraum alsbald in eine ausgewachsene Reise-Leidenschaft um. Als Schriftstellerin, Fotografin und Reporterin reiste sie unter anderem nach Moskau, in den Kaukasus, die Mandschurei, China, Afghanistan, Iran und die Türkei. In Indien fand sie während der Kriegsjahre ihr spirituelles Zentrum und kehrte auch in ihren späteren Lebensjahren immer wieder dorthin zurück.

Edith Lederer (* 1943)
Edith Lederer entdeckte ihre Reise-Leidenschaft auf einer monatelangen Reise durch Europa, nachdem sie die Uni abgeschlossen hatte. Wieder zurück in den USA erhielt sie einen Job bei der Associated Press und startete ihre steile Karriere als reisende Journalistin. In 1973 wurde sie die erste Vollzeit-Reporterin, die für die AP über den Vietnamkrieg berichtete. Seitdem beschäftigte sie sich mit Themen wie dem aufstrebenden Kapitalismus in China während der siebziger Jahre, den Konflikten in Nordirland und Bosnien, dem Zusammenbruch der Sowjetunion, dem ersten Golfkrieg und dem Bombenanschlag auf die US-amerikanische Botschaft in Nairobi 1998. Seitdem ist sie Chef-Korrespondentin der AP bei der UN.

Freya Hoffmeister (* 1964)
Die Deutsche Freya Hoffmeister ist eine ganz besondere Globetrotterin, denn sie erkundet neue Gefilde zu Wasser. Die Unternehmerin war 2009 die erste Frau, die jemals um ganz Australien fuhr. Zuvor war sie bereits per Kajak um Island und die Südinsel Neuseelands gepaddelt. Derzeit ist sie mit dem Kajak um die komplette südamerikanische Küste unterwegs. Ihr Trip startete am 30. August 2011 und wird voraussichtlich kurz vor ihrem 50. Geburtstag am 10. Mai 2014 enden.

Kira Salak (* 1971)
Die New York Times nannte sie einst die „echte Lara Croft“. Die Amerikanerin Kira Salak ist bekannt für ihr schier unermüdliches Durchhaltevermögen und ihre Stärke. Auf ihren Reisen durchkämpfte sie unwegsames Gelände, besiegte lebensbedrohliche Krankheiten und schreckte nicht davor zurück, auch Krisengebiete und exotische Orte wie Madagaskar, Borneo und Ruanda ganz alleine zu bereisen. Sie war die erste weiße Frau, die Papua-Neuguinea durchquerte und die erste Person, die mit dem Kajak fast 1000 Kilometer auf dem Niger bis nach Timbuktu fuhr. Die Schriftstellerin und Journalistin gehört garantiert zu den verrücktesten Entdeckern unserer Zeit.

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