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September 23, 2011

Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg: Kunst im Haerlin – Kulinarische Vernissage mit Maler Sönke Poppe

(Hamburg, 23. September 2011) Jedes Grand Hotel ist eine großartige Bühne – auch für Lebenskünstler und genussliebende Gäste. Ingo Peters, Geschäftsführender Direktor des 114 Jahren alten Fairmont Hotels Vier Jahreszeiten Hamburg, knüpft gern an und präsentiert mit „Kunst im Haerlin“ ein Ausstellungskonzept für das Gourmetrestaurant von Christoph Rüffer, der just in diesem Herbst an „Hoffnungsträger“ für einen zweiten Stern Michelin gilt. Die erste Kunstschau wurde nun mit dem Hamburger Maler Sönke Poppe eröffnet – stilgerecht mit einem feinen Menü von sechs Gängen und ausgewählten Tropfen.

Sönke Poppe - C vor Weltkarte - Kunst im Haelin - Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg

Im „Haerlin“ ist viel passiert: Seit rund einem Jahr wirbelt Restaurantchef Raoul Steinbach dort. Die Einrichtung wurde behutsam erneuert. Und nun musste die Stirnseite des Sternerestaurants neu gestaltet werden; ein historischer Gobelin wurde an die Erben zurück gegeben. Und so gibt es im „Haerlin“ künftig nicht nur Gaumenfreuden auf höchstem Niveau, sondern auch bildende Kunst der Gegenwart. Im Jahr laden drei bis vier Ausstellungen mit junge als auch arrivierten Künstlern ein. Es sollen regional bekannte Newcomer ebenso wie erfolgreiche Namen der Kunstszene vorgestellt werden. Die Kunstschauen werden kuratiert von Hans-Dieter Sommer in Zusammenarbeit mit der Galerie Abrahams, die das Vorhaben logistisch betreut.

Den Ausstellungsreigen eröffnet Sönke Poppe, ein Künstler aus Altona, der inzwischen in Leipzig arbeitet und es innerhalb kurzer Zeit vermocht hat, sich überregional Gehör zu verschaffen. Im Rahmen eines zweijährigen Stipendiums hat er heute sein Atelier in der international bekannten Leipziger Baumwollspinnerei. Sönke Poppe bekennt sich zur sichtbaren Wirklichkeit. Er platziert seine Modelle, meistens Rückenansichten, wie Stillleben auf der Fläche und reduziert dabei das Bildgeschehen auf ein Minimum. Sein Blick geht ganz dicht heran an die dargestellten Personen, belässt sie aber in ihrer Anonymität; damit stellt er so etwas wie Würde und Autonomie her. Pointiert gesagt, kehren diese Bilder sozialen Netzwerken wie Facebook den Rücken. Facebook will alles sehen, auch die intimsten Dinge und sie der Öffentlichkeit zugänglich machen. Sönke Poppe lässt Fragen unbeantwortet und verweist uns letztlich auf uns selbst. Er gesteht uns diesen kostbaren Augenblick innerer Ruhe und Reflexion zu und die Freiheit, das Ungesagte weiter zu denken.

Sönke Poppe wurde gezielt ausgesucht, weil er eine zeitgenössische Sprache spricht, die verstanden wird. Seine Werke entfalten starke räumliche Präsenz und strahlen dennoch Intimität aus. Sie sind offensiv in ihrem konzentrierten formalen und inhaltlichen Aufbau, gleichzeitig sind sie zurückhaltend und geheimnisvoll und lassen dem Betrachter viel Raum für eigene Perspektiven.

Der souveräne Umgang mit Kunst gehört zum Hotel Vier Jahreszeiten, er ist
Lebendiges kulturelles Erbe. Als gelebter ästhetischer Überschuss wird er in Zeiten nüchterner Kosten-Nutzen-Optimierung als besonders wertvoll geschätzt. Das Hotel ist ein Ort der Emotionen statt des bloß rationalen Kalküls. Die gelebte Geschichte macht die Poesie dieses Ortes aus. Es handelt sich um die Bewahrung sprachlich nicht unbedingt fassbarer, sinnlicher Erfahrungen und vielschichtiger, stilvoller Erlebnisse: Poesie als Mehrwert. Diese Poesie sowohl kulinarisch als auch künstlerisch weiterzuentwickeln, ist Ziel des Projektes „Kunst im Haerlin“; es fügt sich bruchlos in die Kultur des Hotels ein und wahrt seine Kontinuität.

Maler Sönke Poppe – Premiere mit „Kunst im Haerlin“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg

Maler Sönke Poppe – Premiere mit „Kunst im Haerlin“ im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten Hamburg

Sönke Poppe, Biografie
1962 in Varel (Friesland) geboren.
Privater Kunstunterricht bei Christoph Fischer (Meisterschüler von Heinz Trökes) und Gert Kleimann (Meisterschüler von Karl Hubbuch)
1979 Begegnung mit Franz Radziwill in Dangast
1981-83 Berufsausbildung zum Rettungssanitäter.
1988 Umzug nach Hamburg
1989 Atelier in Altona
1998 Arbeitstipendium Ostseebad Rerik
2000 Arbeitstipendium Varel
2003 Projekt „Jeden Tag ein Bild“ (Daily Painting) im Format 18×24 cm
2010 Zweijähriges Atelierstipendium, Leipziger Baumwollspinnerei

Ausstellungen
1985 Galerie Koch, Varel (E)
1987 Ausstellung zum Kulturpreis der Gemeinde Rastede
1992 – 2010 Atelierausstellungen Ateliergemeinschaft Theodorhof, Hamburg
1995 Asche AG, Hamburg (E)
1995 Große Pariser Kunstausstellung
1998 „Der kleine König“, Werkstatt 3, Hamburg
2000 Heimatmuseum Rerik
2000 Haiko Meyer, Varel (E)
2004 „150 Daily Paintings“, ARCOM, Varel (E)
2009 Borselhof, Hamburg
2009 Galerie Abrahams, Hamburg
2010 „Drei Maler aus Altona“, Galerie Abrahams, Hamburg
2011 Kunst im Haerlin. Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg

Sammlungen in Deutschland, Schweiz und USA
(E) Einzelausstellung

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