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March 9, 2012

hotel.de-Preisbarometer: Insbesondere Events beeinflussen Preisentwicklung

(Nürnberg, 09. März 2012) Vor allem Messen, Karneval und Sportereignisse prägten vielerorts die Hotelzimmerpreise zu Beginn des Jahres. Wo Übernachtungsgäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum tiefer in die Tasche greifen mussten und in welchen Städten Preisrückgänge zu verzeichnen waren, zeigt eine neue Untersuchung von hotel.de.

Ergebnisse des Hotelpreisbarometers für Deutschland

Anfang 2012 zeigt sich die Hotellerie von Mannheim beim nationalen Großstadtvergleich besonders hochpreisig. Gäste mussten hier im Februar mit durchschnittlich 102,43 Euro am meisten auf den Tresen legen. Mit ihren Zimmerpreisen landen die Kölner Hoteliers auf Platz 5; dabei konnten sie von der hohen Zimmernachfrage zur Karnevalszeit profitieren. Im Monat Februar stieg der Durchschnittspreis für eine Übernachtung um rund sieben Prozent auf 95,43 Euro. Hotelgäste in Düsseldorf bezahlten für ein Zimmer mit rund 88 Euro hingegen etwas weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Mit einem Plus von 7,28 Prozent verzeichnete die Hotellerie von Gelsenkirchen den größten Preisanstieg in den nationalen Top-Ten. Sportlich ging es bei den 59. Deutschen Hallenmeisterschaften 2012 in Karlsruhe zu. Hier verteuerten sich die Hotelübernachtungen um rund sieben Prozent auf durchschnittlich 85,93 Euro. In Bonn hingegen verzeichnete die Hotellerie einen Rückgang des durchschnittlichen Übernachtungspreises um rund drei Prozent.

Ergebnisse des Hotelpreisbarometers für europäische Hauptstädte

Hohe Zimmernachfrage zu ITB und Cebit
Im März dürften insbesondere die Hoteliers von Hannover und Berlin von den Messen ITB und Cebit profitieren. In beiden Städten weisen die Reservierungen für die Messetage auf deutlich höhere Nachfrage und Preissteigerungen hin. In Berlin steigt der Durchschnittspreis im Rahmen der ITB um deutlich über 30 Prozent gegenüber dem Vormonats-Mittel. In Hannover erhöhen sich die Zimmerpreise in der Messezeit sogar auf mehr als das Doppelte im Vergleich zum Durchschnittspreis im Februar 2012.

Moskau ist erneut die teuerste Hoteldestination aller europäischen Hauptstädte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Kosten jedoch leicht um rund ein Prozent auf 183,42 Euro. Die norwegische Hauptstadt Oslo liegt mit 160,76 Euro auf Platz zwei. Einfluss auf die um 2,15 Prozent gestiegenen Übernachtungskosten hat insbesondere die dem Euro gegenüber stärker gewordene norwegische Währung. In Polen hingegen dürfte die Steigerung von durchschnittlich 4,38 Prozent bereits ein Vorbote der in wenigen Monaten stattfindenden Fußball-Europameisterschaft sein.

Ergebnisse des Hotelpreisbarometers für weitere Hauptstädte und Metropolen

Gäste aus dem Euroraum mussten im Februar für Hotelzimmer in Sydney besonders tief in die Tasche greifen. Die Übernachtungen verteuerten sich durchschnittlich um 19,95 Prozent, insbesondere auch, weil der Euro gegenüber dem australischen Dollar im Jahresvergleich deutlich schwächer notierte. Auch die höheren Übernachtungskosten in vielen anderen internationalen Metropolen wie Singapur, Zürich oder Tokio sind maßgeblich auf die Euroschwäche zurückzuführen.

Rio de Janeiro liegt mit durchschnittlich 188,17 Euro und einem Plus von über 20 Prozent auf Platz zwei. Kein Wunder, zieht die Stadt am Zuckerhut zur Karnevalszeit, die 2011 erst im März lag, doch jedes Jahr weit über eine Million Besucher an.

hotels.com: Hotelpreise in Deutschland sinken leicht – Chemnitz am günstigsten, Baden-Baden am teuersten
Nachdem 2010 ein leichter Preisanstieg der Hotelpreise in Deutschland um zwei Prozent zu verzeichnen war, ging das Preisniveau 2011 wieder leicht zurück. Die Hotelpreise sanken im vergangenen Jahr verglichen mit 2010 um ein Prozent auf durchschnittlich 89 Euro pro Zimmer und Nacht. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Ausgabe des „Hotel Price Index“ der Expedia-Tochter hotels.com. Die höchsten Hotelpreise gab es wie im vergangen Jahr in Baden-Baden, Chemnitz blieb weiterhin die günstigste Stadt des Landes.

Auch wenn der Preisanstieg von zwei Prozent auf durchschnittlich 120 Euro pro Zimmer und Nacht moderat ausfiel, so reichte es für Baden-Baden weiterhin, den Rang als teuerste Stadt in Deutschland zu verteidigen. Den zweiten Platz belegte Köln, wo sich die Preise mit 108 Euro im Vergleich zum Vorjahr nicht veränderten. Schnellen Schrittes folgen die restlichen Orte der Top Five mit durchschnittlichen Übernachtungskosten von jeweils 107 Euro in Rostock und am Timmendorfer Strand sowie 103 Euro in Garmisch-Partenkirchen. Günstige Preise waren 2011 vorrangig im Osten Deutschlands zu finden. Allen voran Chemnitz: Hier zahlten Hotelgäste pro Nacht durchschnittlich nur 61 Euro für ihr Hotelbett. Auch in Halle an der Saale, Magdeburg und Leipzig waren die Übernachtungskosten mit 66 Euro, 68 Euro und 69 Euro verhältnismäßig günstig.

Kräftige Preisanstiege im Jahr 2011 konzentrierten sich nicht auf eine bestimmte Region, sondern waren deutschlandweit zu beobachten. Mit dem größten Preissprung wurden Hotelgäste in Bamberg konfrontiert. Bamberg mit der zum Weltkulturerbe der Unesco gehörenden Altstadt zog kulturinteressierte Besucher in Scharen an und verzeichnete einen Preisanstieg um satte 27 Prozent auf durchschnittlich 94 Euro. Einen ähnlich hohen Preisanstieg um 24 Prozent auf 107 Euro mussten Reisende in Rostock hinnehmen, vor allem Kreuzfahrten waren verantwortlich dafür, dass die Besucherströme in der Hansestadt stark anstiegen. Auch in der Messestadt Hannover zogen die Preise kräftig an. Während es 2010 starke Einbrüche wegen der isländischen Aschewolke gab, sorgte die steigende Nachfrage von Geschäftsreisen 2011 dafür, dass die Preise an der Leine wieder um 21 Prozent auf 100 Euro pro Zimmer und Nacht kletterten.

Wie bereits im vergangenen Jahr konnte Berlin in Deutschland seinen Platz als beliebtestes Reiseziel der Deutschen halten. Dies hatte preislich aber keine negativen Auswirkungen für die Hotelgäste, ganz im Gegenteil: Obwohl die Nachfrage um 3,5 Prozent gegenüber 2010 stieg, ist Berlin weiterhin ein wahres Städtereise-Schnäppchen. Aufgrund zahlreicher Hotelneueröffnungen blieben viele Hotelbetten leer und sorgten damit für ein sinkendes Preisniveau um sechs Prozent auf durchschnittlich 76 Euro pro Nacht.

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