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hotel.de: Provisionserlöse sollen steigen

UPDATE (Nürnberg, 17. August 2010) Das börsennotierte Hotelbuchungsportal hotel.de aus Nürnberg plant, die Erlöse aus Hotelprovisionen zu maximieren. „Die durchschnittliche Marge aus den Hotelprovisionen steigt bis zum Jahresende auf rund 12,0 Prozent“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Das ist keine Preiserhöhung für die bestehenden Hotelverträge“, so ein Sprecher gegenüber dieser Fach-Illustrierten. Vor rund einem Jahr war die durchschnittliche Provision auf 11,5 Prozent angehoben worden. Neuverträge werden schon seit längerem mit zwölf Prozent Provision abgeschlossen. In den Monaten zuvor war die Provision schrittweise von 9,3 auf elf Prozent erhöht worden. Insbesondere Neuverträge mit Hotels aus Südeuropa – dort sind 15 Prozent Vermittlungsprovision Usus – aber auch eine weiterhin erhöhte Nutzung des hotel.de-Top-Rankings, bei dem sich Hoteliers mit einer höheren Provision im Sinne des Yield-Managements in den hotel.de-Ergebnislisten nach oben bieten können, sollen nun dazu beitragen, die durchschnittliche Provision des Unternehmens auf zwölf Prozent anzuheben. Auch nach der neuen Provisionserhöhung sei hotel.de weiter der günstigste Anbieter im Markt, heißt es. Die Mehreinnahmen sowie eine Prozess- und IT-Optimierung soll zu einem Umsatzwachstum zwischen zehn und 15 Prozent führen.

Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz von hotel.de wuchs um 10,4 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) von 15,36 Millionen Euro auf 16,95 Millionen Euro. Auf das Inland entfielen 9,78 nach 9,15 Millionen Euro im Vorjahr. Die Auslandsumsätze verbesserten sich noch stärker um 15,7 Prozent von 6,20 auf 7,17 Millionen Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich dementsprechend von 40,4 auf 42,3 Prozent.

“Die Erhöhung des Auslandsanteils spiegelt die konsequente Umsetzung unserer Internationalisierungsstrategie wider. So haben wir unsere Investitionen in die Neukundengewinnung, speziell im Ausland, auch im Krisenjahr 2009 kontinuierlich fortgeführt“, so Vorstandschef Heinz Raufer.

Der höhere Umsatz und die effizienzsteigernden Maßnahmen wirkten sich im weiteren Jahresverlauf positiv auf das Ergebnis aus. Das börsennotierte Unternehmen erreichte bereits im ersten Halbjahr, und damit ein Quartal früher als im vergangenen Jahr, die Gewinnzone. Das EBIT stieg von -0,29 0,04 Millionen Euro.

Bei hotel.de erwartet man im weiteren Jahresverlauf neue Wachstumsimpulse durch zunehmende Internationalisierung des Geschäfts. Auch in diesem Jahr würden insgesamt rund vier Millionen Euro investiert. “Wir werden unser Portfolio auch in den Destinationen abseits der Metropolen weiter stärken, um so ein möglichst flächendeckendes Hotelangebot zu gewährleisten. Darüber hinaus planen wir, unseren Service von derzeit 17 auf 37 Sprachen zu erweitern, um dadurch schnell alle weltweit relevanten Sprachen abdecken zu können”, so Raufer.