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September 19, 2007

In deutschen Hotels purzeln die Preise

London/Berlin, 19. September 2007
Hotels in Deutschland setzen neue Trends – und zwar die der sinkenden Preise. Nach dem Anstieg der Hotelpreise in den Großstädten 2006, auch durch die Fußball-WM, zeigte sich im 2. Quartal 2007 der gegenläufige Trend. Das Gros der analysierten deutschen Städte konnte das Preisniveau nicht halten und senkte die Preise. Bundesweit zahlten Hotelgäste zwischen April und Juni 2007 für ihre Hotelübernachtung durchschnittlich 105 Euro pro Zimmer und Nacht, das sind neun Prozent weniger als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Hotel Price Index (HPI) des Expedia-Hotelbuchungsportals hotels.com, der die Entwicklung der Hotelpreise weltweit im II. Quartal 2007 untersucht.
Die teuersten Hotels im Untersuchungszeitraum fand sich in Düsseldorf. Besucher der Rheinmetropole zahlten im Untersuchungszeitraum durchschnittlich 129 Euro pro Zimmer und Nacht. Im Vergleich zum 2. Quartal 2006 sind die durchschnittlichen Hotelpreise in Düsseldorf somit um 14 Prozent gestiegen. Dabei hätten Reisende etwas rheinaufwärts günstiger übernachten können, in Köln wurden zur gleichen Zeit nur durchschnittlich 103 Euro für die gleiche Leistung bezahlt, 16 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr.
Die zweite Ausnahme der steigenden Hotelpreise ist Hamburg. Hier wurden die Gäste um 4 Prozent mehr zur Kasse gebeten, als noch im Vorjahr, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 115 Euro pro Zimmer und Nacht.

Frankfurter Hotels 25 Prozent günstiger
Den beeindruckendsten Preisrückgang zeigte Frankfurt. Die Hotelpreise in der hessischen Metropole sanken im Vergleich zum 2. Quartal 2006 um satte 25 Prozent auf 109 Euro pro Zimmer und Nacht im Durchschnitt. Auch Hoteliers in Nürnberg (22 Prozent), Leipzig (17 Prozent) und Stuttgart (14 Prozent) lockten Gäste mit deutlichen Preisnachlässen. Trotzdem belegt Stuttgart mit 122 Euro pro Zimmer und Nacht den zweiten Platz im Preisranking. Nürnberg positionierte sich mit 113 Euro im preislichen Mittelfeld und in Leipzig schlug eine Hotelübernachtung mit 100 Euro pro Zimmer zu Buche.
Günstiger als in Leipzig betteten Städtetouristen ihr Haupt von allen analysierten deutschen Städten aber nur noch in der Hauptstadt. Ihre Unterkunft ließen sich Berlinbesucher 99 Euro pro Zimmer und Nacht im Durchschnitt kosten. Allerdings sanken die Hotelpreise in Berlin – neben denen in München – am geringsten. Lediglich fünf Prozent günstiger nächtigte man in den beiden, bei Reisenden beliebtesten Städten des Landes.

Urlaub in Deutschland ist bezahlbar
Auch im europäischen Vergleich gehörte Deutschland zu den günstigsten Reiseländern im 2. Quartal 2007. Mit lediglich 105 Euro pro Zimmer und Nacht im Durchschnitt belegte Deutsch-land zusammen mit Ungarn den Platz des zweitgünstigsten europäischen Reiselands. Nur eine Hotelübernachtung in Polen war mit durchschnittlich 102 Euro noch preiswerter. Das deutschsprachige Ausland bat Reisende dagegen intensiver zur Kasse, so mussten in der Schweiz für eine Übernachtung 151 Euro pro Zimmer berappt werden, in Österreich waren es 133 Euro für die gleiche Leistung. Das teuerste europäische Reiseland im Untersuchungszeitraum war Großbritannien, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 162 Euro pro Zimmer und Nacht. Auch in Italien mussten Reisende mit 148 Euro tief in die Tasche greifen. Im Lieblings-Reiseland deutscher Urlauber dagegen waren die Hotelübernachtungspreise moderat, so zahlten Spanien-Touristen durchschnittlich 120 Euro.

Über den HPI von hotels.com
Der Hotel Price Index (HPI), der in regelmäßigen Abständen vom Hotelbuchungsportal hotels.com veröffentlicht wird und auf dessen Buchungen beruht, gibt Aufschluss über die Entwicklung weltweiter Hotelpreise. Der HPI basiert auf Preisen pro Zimmer pro Nacht von rund 20.000 Hotels aller Sternekategorien in mehr als 1.000 Destinationen weltweit. Die im HPI ausgewiesenen Preise basieren auf den von den Hoteliers festgesetzten und vom Gast tatsächlich gezahlten Preisen und nicht auf offiziell ausgewiesenen Zimmerraten. Damit ist eine unverfälschte Wiedergabe der Hotelpreise innerhalb des untersuchten Zeitraums gewährleistet. Die internationale Verbreitung von hotels.com (sowohl bei Kunden als auch bei Reisezielen) und die Mischung aus unabhängigen Privathotels und Hotelketten machen den HPI zum zuverlässigsten Preisindex für Individualreisende auf dem Markt. In Europa gehören rund 25 Prozent aller Hotelzimmer zu Hotelketten – der Rest zu unabhängigen Häusern. In den USA zeigt sich das umgekehrte Bild.

Der aktuelle HPI ist hier abrufbar

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