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March 7, 2012

ITB 2012: TUI erwartet erneut starkes Jahr für Spanien

Exklusive Hotelmarken wachsen weiter / Strategieprogramm GET 2015 mit wichtigen Fortschritten / Osteuropäische Länder Shootingstars / Nachfrage nach Griechenland geht deutlich zurück / Neustart von TUI.com im Rahmen der Online-Offensive steht kurz bevor / Markt für dynamische Reisepakete wächst rasant / Gute Nachfrage nach Fernreisen und Wellness-Produkten

(Hannover, 07. März 2012) Die Deutschen sind auch 2012 reisefreudig: “Die aktuelle Buchungsentwicklung liegt bei TUI nur knapp unter dem Rekordreisejahr von 2011”, sagte Dr. Volker Böttcher, CEO der TUI Deutschland, einen Tag vor Beginn der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Vor allem die exklusiven und differenzierten Hotelprodukte entwickelten sich gut – selbst in Ländern wie Griechenland oder Ägypten, wo die Buchungen aktuell rückläufig seien. “Etablierte, starke Marken mit zielgruppengenauen Angeboten sind erheblich krisenresistenter und stehen gerade in schwierigen Zeiten für Sicherheit und Seriosität”, so Böttcher.

Gewinner und Verlierer auf der Mittelstrecke Shootingstars auf der Mittelstrecke sind in diesem Jahr die osteuropäischen Länder: In Kroatien legt die Zahl der Gäste derzeit um ein knappes Drittel zu. Das Nachbarland Bulgarien profitiert von neuen Verbindungen der eigenen Fluggesellschaft TUIfly und verzeichnet ein Buchungsplus von 14 Prozent. Auch Polen, Slowenien und Russland wachsen zweistellig.

Spanien profitiert unverändert von der Schwäche Nordafrikas und ist weiterhin das beliebteste Auslandsreiseziel. Der leichte Rückgang in der aktuellen Sommersaison resultiert vor allem aus statistischen Effekten, da vor einem Jahr die Auswirkungen der Revolution in Nordafrika massiv das Buchungsverhalten beeinflusst haben. So lag etwa Mallorca zum Auftakt der weltweit größten Reisemesse im letzten Jahr um über 50 Prozent im Plus. Eine ähnliche Entwicklung sieht TUI derzeit für die Türkei, die nach einem fulminanten Jahr 2011 derzeit ebenfalls ein leichtes Minus verbucht. Insbesondere für Spanien erwartet Böttcher erneut ein starkes Sommergeschäft.

Nordafrika noch unter dem Niveau vor der Revolution Die Nachfrage nach Ägypten und Tunesien zieht stetig an, liegt aber erwartungsgemäß noch unter dem Niveau aus der Zeit vor der Revolution. Hurghada, das wichtigste Ziel von TUI in Ägypten, erholt sich derzeit schneller als andere Regionen. Besonders die TUI exklusiven Hotelmarken Robinson, Club Magic Life und Sensimar entwickeln sich erfreulich. In Tunesien ist die Aufwärtsentwicklung noch stärker zu spüren. Buchungen und Umsätze liegen hier mittlerweile wieder im Plus. In Marokko erholt sich der Tourismus ebenfalls kräftig und erreicht derzeit ein Gästeplus von 28 Prozent.

TUI eigene Hotelmarken in Griechenland mit Gästeplus Die anhaltenden Diskussionen um die wirtschaftlichen Probleme der Griechen und die damit verbundenen deutschen Finanzhilfen schlagen sich mittlerweile deutlich auf die Buchungs-entwicklung für Griechenland nieder. Die Gästezahlen sind hier um rund ein Drittel zurückgegangen. Einzig die TUI eigenen Hotelmarken koppeln sich – analog zu Ägypten – von diesem Trend ab und liegen größtenteils im Plus. “Damit bestätigt sich unsere Strategie, gerade in diesem Umfeld unser Engagement in Griechenland auszuweiten”, so Böttcher. Im Sommer 2012 eröffnen drei neue Anlagen der Clubmarken Robinson und Magic Life auf der größten griechischen Ferieninsel Kreta.

Laut TUI Deutschland-Chef Böttcher bleibt Griechenland trotz aufgeheizter Stimmung ein gastfreundliches und sicheres Reiseziel. Aus touristischer Sicht sei die teilweise doch sehr hitzig und emotional geführte Debatte kontraproduktiv und völlig überzogen. “Wir sehen keinen Grund für die Deutschen, Griechenland im Sommer 2012 zu meiden. Ganz im Gegenteil: Selten war es so attraktiv, die Ferien in Griechenland zu verbringen. Das gilt sowohl mit Blick auf das breite und moderne Hotelportfolio als auch für die Preise, die um bis zu zehn Prozent gesenkt wurden”, sagte Böttcher. Auch im Interesse der zahlreichen Arbeitsplätze, die unmittelbar vom Tourismus abhingen, hoffe der TUI Deutschland-Chef, dass die Nachfrage im Laufe der Saison wieder anspringe.

Fernreisen mit deutlichen Zuwächsen
Die Nachfrage nach Fernreisen entwickelt sich äußerst erfolgreich und legt bei TUI derzeit zweistellig zu. Wachstumstreiber sind die USA, Mexiko, die Dominikanische Republik sowie asiatische Ziele wie die Malediven, die Seychellen und Thailand.

Bei den Autoreisen legt Österreich deutlich zu, während Deutschland noch hinter den guten Vorjahreszahlen zurückliegt. Grund: Familien buchen in diesem Jahr Urlaub vor der Haustür deutlich kurzfristiger.

Rahmenbedingungen für Tourismus am Standort Deutschland Obwohl jeder achte Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt vom Tourismus abhängt, wie kürzlich eine Studie des Bundesverbandes der Tourismuswirtschaft ergab, würden sich die Rahmenbedingungen für eine der wichtigsten Branchen des Landes zusehends verschlechtern, betonte Böttcher. Die Luftverkehrsabgabe belaste trotz der minimalen Senkung Urlauber wie Unternehmen nach wie vor unnötig. Auch der gestiegene Mehrwertsteuersatz bei Flusskreuzfahrten, der seit Jahresanfang gilt, verwundere umso mehr, da erst im vergangenen Jahr die Mehrwertsteuer für Hotels gesenkt wurde. “Eine faire Rahmensetzung für alle Seiten kann ich hier nicht erkennen”, so Böttcher. Als weiteres Negativbeispiel sieht der TUI Deutschland-Chef Nachtflugverbote wie etwa in Frankfurt, die Fluggesellschaften und Reisekonzerne Millionen kosten würden. Ein prosperierender Wirtschaftsstandort wie die Bundesrepublik Deutschland benötige einen freien Luftraum, um flexible Flugzeiten und eine optimale Auslastung der Maschinen zu erreichen.

Beim neuen Emissionshandel für Fluggesellschaften habe die Politik zumindest eine Handlungsoption ermöglicht, da sich die Airlines rechtzeitig auf den Kauf von Verschmutzungsrechten vorbereiten konnten. So hätte TUIfly beispielsweise eine moderne, emissionsarme Flotte aufgebaut und müsse 2012 keine Zertifikate hinzukaufen.

Böttcher: “Angesichts der politischen Hürden ist es umso erstaunlicher, dass der Tourismus hierzulande zu den langfristigen Wachstumsbranchen zählt. Daher wünsche ich unserer Branche den politischen Rückenwind, den die Tourismuswirtschaft angesichts der hohen Bedeutung für den Standort Deutschland verdient”.

Strategieprogramm GET 2015 mit wichtigen Erfolgen Mit dem im letzten Jahr gestarteten Zukunftsprogramm GET 2015 erzielt TUI Deutschland wichtige Erfolge. Gerade auf die drei großen Trends im Touristikjahr 2012 sei man mit GET 2015 exzellent vorbereitet.

Trend 1: Onlinewachstum
Das Internet als Buchungsplattform wird weiter an Bedeutung gewinnen. Laut GfK wächst dieser Markt jährlich um gut acht Prozent. Eine Antwort der TUI auf diesen Markttrend ist der Neustart von TUI.com als zentralem Marktplatz für Reisen im Internet, der nach Meinung von TUI Deutschland Chef Böttcher die Reisebuchung deutlich komfortabler machen wird. Grundlage dafür sei ein neuartiges Experten-Netzwerk, bestehend aus Reisebüroprofis, Reiseleitern und Produktexperten, die Tipps zu Reisezielen, Hotels und Services liefern und für persönliche Beratung zur Verfügung stehen. Damit verzahnt TUI.com die Möglichkeiten des Internets mit den Vorteilen einer persönlichen Beratung im Reisebüro. Stationärer Vertrieb und Online-Vermarktung profitieren gleichermaßen. Der Start des größten Urlaubsmarktplatzes im Internet wird voraussichtlich noch im März erfolgen.

Die digitale Expansion der TUI geht noch weiter: Mit riesigen Schritten entwickelt sich derzeit das Flugportal TUIfly.com, das nun einen echten Coup gelandet hat. Bereits in wenigen Tagen wird das komplette Streckennetz der Lufthansa auch auf TUIfly.com buchbar sein. Damit werden auf der Flugplattform mittlerweile die Flugstrecken von 20 Fluggesellschaften angeboten, darunter auch sämtliche deutsche Airlines.

Neben der Expansion im Internet treibt TUI aber auch ihre Offensive im stationären Vertrieb voran und baut die Zahl der eigenen Reisebüros weiter aus. Allein in den vergangenen beiden Jahren sind rund 60 umsatzstarke Filialen hinzugekommen. Gerade hochwertige Reisen buchen die Bundesbürger bislang noch immer am liebsten im Reisebüro, wie die GfK erst kürzlich ermittelte. “Stabile Umsätze im Reisebüro und Wachstum im Internet bestätigen die Richtigkeit unserer dualen Vertriebsstrategie, in beide Kanäle zu investieren”, ist Böttcher überzeugt.

Trend 2: Polarisierung des Marktes
Zweiter großer Trend: Die Polarisierung des Veranstaltermarktes in ein eher preisorientiertes Massengeschäft einerseits und einen eher hochwertigen und bedürfnisorientierten Teil andererseits beschleunigt sich weiter. Die preisgetriebene Seite des Marktes wird dabei zunehmend von dynamisch produzierten Reisepaketen beherrscht. Diese werden nicht wie Katalogprodukte vorkonfiguriert, sondern Flug und Hotel werden erst zum Zeitpunkt der Buchung zu einem Paket zusammengeschnürt. Günstige Flüge infolge von Überkapazitäten machen diese sogenannten X-Produkte häufig preislich attraktiv und sorgen dafür, dass dieses Marktsegment rasant wächst. Bereits heute erreicht der Anteil der im Reisebüro verkauften dynamischen Produkte laut GfK 7,6 Prozent. TUI hat sich quasi aus dem Stand heraus als Nummer 3 in diesem wachsenden Markt etabliert. 400.000 Urlauber haben im vergangenen Jahr ein X-Produkt bei TUI gebucht. “Mit der Neuausrichtung von Discount Travel als Schnellboot in diesem Segment sowie den weiteren X-Veranstaltern, insbesondere X-1-2-Fly, haben wir unser Ziel klar vor Augen: TUI möchte auch im Segment für dynamische Reisen Marktführer werden”, so die Zielvorgabe von Böttcher.

Auch auf der anderen Seite – bei individualisierten Produkten wie beispielsweise den exklusiv bei TUI buchbaren Konzepthotels – verzeichnet der Marktführer ein signifikantes Wachstum. So legt die Erfolgsmarke Sensimar beispielsweise derzeit um rund 20 Prozent zu. Stark ist auch die Entwicklung bei Robinson und der neuen Marke Viverde, die exzellent gestartet ist. Das hohe Interesse der Kunden an modernen Konzepthotels bestätigt den strategischen Fokus auf diese neuen Marken, die sich zielgerichtet an die Bedürfnisse bestimmter Kundengruppen richten. Hier zeigt sich klar: Nur Hotels mit eigenem Profil sind langfristig erfolgreich. “Hier haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, können die Qualität optimal steuern und erzielen zugleich höhere Margen”, so Böttcher. Im Sommer 2012 steigt das Angebot an den exklusiv bei TUI buchbaren Betten um rund 4.000.

Trend 3: Fernreisen und Spezialtouristik
Die Segmente Fernreisen und Spezialtouristik treiben das Geschäft der Reiseveranstalter. So rechnet TUI Deutschland beispielsweise mit einem neuen Rekord bei Wellness- und Gesundheitsreisen. “Nach unserer Prognose auf Basis aktueller Marktschätzungen buchen die Bundesbürger in diesem Jahr branchenweit mehr als fünf Millionen Wellness-Reisen mit einem Umsatzpotenzial von über einer Milliarde Euro”, so Böttcher.
Auch in weiteren margenstarken Segmenten greift die TUI Strategie: Bei Fernreisen legt TUI derzeit zweistellig zu und vergrößert ihren Marktanteil kontinuierlich. Hier zahlen sich gerade das neue Sensimar-Hotel in der Dominikanischen Republik sowie die Expansion in Richtung USA aus: Mit zusätzlich 650 neuen Hotels hat TUI als einziger Veranstalter Häuser in allen 50 US-Bundesstaaten im Programm. Derzeit wächst die Zahl der TUI Gäste gen USA um mehr als ein Drittel.

Ausblick
Nach der aktuellen Studie der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen sitzt fast die Hälfte der Nation auf gepackten Koffern und plant für 2012 mindestens eine Reise von fünf Tagen Dauer oder länger. “In Anbetracht der sich leicht verschlechternden konjunkturellen Rahmendaten und der anhaltenden Diskussionen um die Finanzkrise in Griechenland bin ich zwar nicht euphorisch, aber dennoch zuversichtlich”, sagt Böttcher. Die aktuelle Entwicklung liege im Rahmen der Erwartungen. Mit einem ausgefeilten Kapazitätsmanagement könne TUI sehr flexibel auf Veränderungen im Nachfrageverhalten reagieren. “Die Fokussierung auf differenzierte Produkte, unser starker Eigenvertrieb sowie eine deutlich verbesserte Kostensituation als Folge unserer bereits in 2011 angestoßenen Initiative GET lassen uns gelassen auf die Entwicklung der nächsten Monate blicken”.

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