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August 24, 2012

Mehrwertsteuer Hotellerie: Pläne der Dänen-Ampel schaden Tourismusstandort Deutschland – BTW fordert Beibehaltung des reduzierten Steuersatzes auf Übernachtungen

(Berlin, 24. August 2012) Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) kritisiert das Vorhaben Schleswig-Hosteins, den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Übernachtungen über eine Bundesratsinitiative wieder abschaffen zu wollen. Die Dänen-Ampel hatte angekündigt, im September einen entsprechenden Gesetzentwurf einbringen zu wollen.

„Das Tourismusland Schleswig-Holstein erweist damit sich selbst und dem gesamten Tourismusstandort Deutschland einen Bärendienst. Denn der reduzierte Mehrwertsteuersatz wirkt. Die Unternehmen investieren massiv in ihre Betriebe und damit auch in die Attraktivität des Reise- und Kongresslands Deutschland“, erklärte BTW-Präsident Klaus Laepple. So prognostizieren aktuelle Studien allein für 2012 Investitionen in Höhe von mehr als 800 Millionen Euro und die Einstellung von 6.000 Mitarbeitern in der Hotellerie. „ Davon profitieren die gesamte touristische Dienstleistungskette, der touristische Arbeitsmarkt und ganz besonders die Gäste“, so Laepple. Zudem wurde mit dem reduzierten Mehrwertsteuersatz nichts anderes als Wettbewerbsgerechtigkeit im Vergleich mit den meisten europäischen Staaten geschaffen. In 23 der 27 EU-Staaten gilt derzeit für die Hotellerie ein reduzierter Mehrwertsteuersatz .

Laepple: „Dass nun ausgerechnet aus dem beliebten Urlaubsziel Schleswig-Holstein, das wie kaum ein zweites auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor angewiesen ist, ein derartiger Vorstoß kommt, verwundert uns sehr.“ Gleiches gelte für die Kehrtwende von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) bei diesem Thema. Während seiner zuvor ausgeübten Funktion als Chef der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommerns und in seinem weiterhin ausgeübten Amt als Präsident des Deutschen Tourismus-Verbands (DTV) hatte er sich ausdrücklich für die Mehrwertsteuerreduzierung ausgesprochen. Laepple: „Eine schlüssige Erklärung für diese gedankliche Rolle rückwärts hat er bisher nicht geliefert.“

Der BTW fordert Wirtschaftsminister Meyer und die gesamte schleswig-holsteinische Regierung auf, die geplante Bundesratsinitiative zu stoppen.

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