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September 6, 2007

TUI: Joint-venture mit Carnival geplatzt

Hannover/Miami, 06. September 2007
Als börsennotiertes Unternehmen wird man vorsichtiger: TUI, Hannover, zog seinen Antrag beim Bundeskartellamt auf Genehmung eines Joint-venture mit Carnival Cruises, Miami, nun zurück. Europas Tourismuskonzern Nr. 1 wollte mit der weltgrößten Kreuzfahrtreederei (u.a. „Aida“)eine neue Kreuzfahrtmarke aufbauen. Grund für den Rückzieher sei das „schwierige wettbewerbsrechtliche Umfeld in Deutschland“, heißt es in einer Pressemitteilung. Gelänge ein Abschluss nicht mehr in diesem Jahr, hätte dies steuerliche Nachteile für das Unternehmen, was die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens erheblich beeinträchtigen würde, wird mitgeteilt. TUI und Carnival wollen nun andere Möglichkeiten der Kooperation prüfen. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatt“ ist TUI auch einer Kooperation mit Hapag-Lloyd Kreuzfahrten interessiert. Carnival will seine Präsenz in Deutschland weiter ausbauen mit weiteren Neubauten für seine erfolgreichen Marken „Aida“ und „Costa“. Carnival Corporation & plc ist das – nach eigenen Angaben – grösste Kreuzfahrtunternehmen weltweit mit einem Portfolio von Kreuzfahrtmarken in Nordamerika, Europa und Australien. Dazu gehören Carnival Cruise Lines, Holland America Line, Princess Cruises, Seabourn Cruise Line, Aida Cruises, Costa Cruises, Cunard Line, Ocean Village, P&O Cruises und P&O Cruises Australia. Zusammen betreiben diese Marken 82 Kreuzfahrtschiffe mit einer Kapazität von 154.000 Unterbetten. Zwischen Dezember 2007 und Juni 2011 werden 17 weitere Neubauten in Betrieb genommen. Carnival Corporation & plc wird an den Börsen in New York und London gehandelt und ist das einzige Unternehmen weltweit, das sowohl im S&P 500 als auch im FTSE 100 enthalten ist.

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